Dr. Camilla Bensch
Praxis für kognitive Verhaltenstherapie
und lösungsfokussierte Beratung

Zur Person

Dr. Camilla Bensch

Psychotherapeutin und Verhaltenstherapeutin
Klinische und Gesundheitspsychologin


Lehraufträge an der Universität Wien


Langjährige Tätigkeit im Psychosozialen Bereich


Seminartätigkeit und Leitung von MitarbeiterInnenschulungen
für Trägereinrichtungen der Behindertenarbeit

Lebenslauf

Geb. 1965 in Wien

seit 2002 – dato:
Lehraufträge an der Universität Wien (Institut für Heil- und Integrative Pädagogik und Institut für klinische Psychologie)

seit 2001 – dato:
Projektleitung und therapeutische Tätigkeit beim Verein zur Schaffung offener Werkstätten und Kulturhäuser (WUK)

seit 2000 – dato:
Psychotherapeutin in freier Praxis

seit 1997 – dato:
Abhalten von Seminaren und Workshops für Trägereinrichtungen im psychosozialen Bereich (lösungsfokussierte Beratung, Dialogische Entwicklungsplanung, Elternarbeit…)

1991 - 2000:
Betreuung und psychologische Leitung im Behindertenbereich der Wiener Sozialdienste

1999 - 2000:
Ausbildung zur Klinischen- und Gesundheitspsychologin (GKPP) in Wien

1993 – 1998:
Doktoratsstudium Psychologie an der Universität Wien

1991 – 1997:
Psychotherapieausbildung (Verhaltenstherapie, ÖGVT) in Wien

1984 – 1990:
Diplomstudium Psychologie an der Universität Wien

Kontakt

Psychotherapeutische und psychologische Praxis
für kognitive Verhaltenstherapie und lösungsfokussierte Beratung:


Laudongasse 44/Stiege 2/Erdgeschoß Tür 28
1080 Wien

Information und Terminvereinbarung
Tel.: 0664 100 44 99

Psychotherapie

Was ist Psychotherapie?

Psychotherapie (griech.: Pflegen der Seele) ist die Behandlung psychisch, emotional und psychosomatisch bedingter Probleme mit Hilfe psychologischer, d.h. wissenschaftlich fundierter Methoden durch Formen verbaler und nonverbaler Kommunikation. Fast alle Menschen erfahren in ihrem Leben Zeiten von Krisen und psychischen Belastungen. Sind diese psychischen Probleme nicht mehr alleine in den Griff zu bekommen und dauern über längere Zeit an, so sollte man, ebenso wie bei körperlichen Erkrankungen, sich auch in diesem Fall professionelle Hilfe holen. Manche Menschen gehen dann zu einer Psychotherapeutin oder einem Psychotherapeuten, um ihre Probleme besser verstehen zu können und gemeinsam Lösungen zu finden um ihre Lebenssituation zu verbessern. Die Therapie hilft dabei, Bedingungen für die Erkrankung gezielt zu verändern. Durch eine Psychotherapie sollen Strategien erarbeitet werden, um sich in Zukunft auch selbst helfen zu können. Die Therapeutin/der Therapeut bietet dabei fachliche Unterstützung und schlägt bestimmte Schritte, Maßnahmen und Übungen vor, damit neue Erfahrungen gemacht werden können.

Methoden

Was ist Verhaltenstherapie?

Verhaltenstherapie ist eine in Österreich staatlich anerkannte Psychotherapiemethode und zeichnet sich durch die Berücksichtigung von empirisch-wissenschaftlichen Erkenntnissen sowie ihre hohe Wirksamkeit aus. Charakteristisch für die Verhaltenstherapie ist die Konzentration auf beobachtbares Verhalten und dessen Veränderung sowie auf gegenwärtige statt auf vergangene Einflüsse, die zur Entstehung und Aufrechterhaltung von Problemen führen. Es wird angenommen, dass Verhaltensweisen sowie dem Verhalten zugrunde liegende Denkmuster erlernt und auch wieder verlernt werden können. Daraus folgt, dass problematisches Verhalten in erster Linie ein Ergebnis von Lernprozessen ist und durch die Verwendung von Verhaltens- und Lernprinzipien verändert werden kann. Entscheidend ist hierfür eine genaue Beobachtung und Analyse des derzeitigen Verhaltens und der Gedanken.

Die Behandlungsstrategien werden individuell auf die Person abgestimmt. Um Veränderungen zu bewirken, ist es nicht zwangsläufig notwendig, die Ursprünge des psychologischen Problems genau zu ergründen. KlientInnen sollen langfristig zu ihren eigenen ExpertInnen werden. Die Verhaltenstherapie versteht sich als eine Art Hilfe zur Selbsthilfe. Sie ist transparent, d.h. es wird von den konkret vorgebrachten Problemen ausgegangen und auf der Basis einer gemeinsamen Problem- und Zieldefinition ein Therapieplan erstellt.


Was ist lösungsfokussierte Beratung?

Bei dem in den 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts von Insoo Kim Berg und Steve De Shazer entwickelten lösungsfokussierten Ansatz konzentriert sich die therapeutische Arbeit, wie der Name schon sagt, auf Lösungen und eine erwünschte Zukunft. Die Therapie umfasst die Suche nach Ausnahmen bzw. Ereignissen, wo das Problem leichter zu handhaben war, sowie die Erarbeitung von Zukunftsperspektiven und kleiner erreichbarer Ziele. Neue Bewältigungsstrategien und Lösungen ersetzen das Problemdenken in dem viele Menschen feststecken. Bei einer lösungsfokussierten Therapie würdigt die Therapeutin/der Therapeut das Problem und wie schwer es für die Klientin/den Klienten sein muss es zu ertragen, sie/er betont aber zugleich die vorhandenen Ressourcen, Stärken und Bewältigungsmechanismen.

Schwerpunkte

Meine Arbeitsschwerpunkte liegen bei den verschiedensten Angsterkrankungen, wie Panikattacken, Agoraphobie, Zwangserkrankungen, Sozialphobie und Depressionen. Wie in zahlreichen wissenschaftlichen Studien erwiesen wurde, ist kognitive Verhaltenstherapie ein Behandlungsverfahren mit hoher Wirksamkeit bei Depressionen und Angsterkrankungen.

Wann ist Psychotherapie sinnvoll?

Psychotherapie ist sinnvoll, wenn beispielsweise einer der folgenden Punkte für Sie zutrifft:

Psychotherapie kann auch bei der Bewältigung allgemeiner Konflikte und Lebenskrisen helfen:

Dauer und Kosten

Ich biete Psychotherapie in Form von Einzelsitzungen an. Manchmal ist es sinnvoll, Personen aus dem Umkreis einzubeziehen, dann werden in Absprache Angehörige, Betreuungspersonen, Partnerinnen oder Partner etc. zu Terminen eingeladen.

Eine Sitzung dauert 50-60 Minuten und findet in Abständen von ein bis vier Wochen statt, Es gibt kürzere und längere Psychotherapien. Die Therapie kann aus einzelnen Sitzungen bestehen, grundlegende Veränderungsprozesse können aber auch einige Monate oder Jahre andauern. Dauer und Tempo sind individuell und hängen von der Art der Probleme und den Bedürfnissen der KlientInnen ab.

Eine Psychotherapiestunde kostet 80 € (bei niedrigem Einkommen kann ein geringeres Honorar vereinbart werden). Liegt eine psychische Erkrankung vor, so kann man einen Teil der Kosten (ca. 22 €) von der Krankenkasse zurückerstattet erhalten.

Information und Terminvereinbarung
Tel.: 0664 100 44 99

Lehraufträge

Universität Wien, Institut für Bildungswissenschaften
Dialogische Entwicklungsplanung - Dialogische und lebensstilorientierte Entwicklungsplanung für Menschen mit Lernschwierigkeiten und Behinderung

Universität Wien, Institut für Psychologie
Basisfertigkeiten der Klinischen Psychologie und Gesundheitspsychologie

Workshops

Dialogische Entwicklungsplanung, Grundlagen und praktische Durchführung

Angehörigenarbeit: Alle ziehen an einem Strang – aber in verschiedene Richtungen?
Gespräche mit Angehörigen – hilfreiche Methoden für die Praxis

Probleme sind Lösungen!
Systemisch lösungsfokussierte Beratungstechniken in der psychosozialen Praxis

Die Angst in den Griff bekommen
Kognitiv verhaltenstherapeutisches Gruppenangebot für Menschen mit Angststörungen und Panikattacken

Depressionen bewältigen
Kognitiv verhaltenstherapeutisches Gruppenangebot für Menschen mit Depressionen

Fachbücher

Bensch, C. & Klicpera, C. (2003).
Dialogische Entwicklungsplanung
Ein Modell für die Arbeit von BehindertenpädagogInnen mit erwachsenen Menschen mit geistiger Behinderung.

Dialogische Entwicklungsplanung ist ein Modell zur Förderung und Unterstützung von Menschen mit geistiger Behinderung. Abgehend von klassischen, eher defizitorientierten Ansätzen der Förderdiagnostik und -planung stellen die AutorInnen ein neues Modell dialogischer Entwicklungsplanung vor, das vom jeweiligen Lebensstil der Person, deren Vorlieben und Stärken ausgeht. Dabei hat die maximale Einbeziehung der Menschen mit Behinderung in den gesamten Planungsprozess Priorität. Dieses sehr praxisorientierte Buch wendet sich vor allem an BehindertenpädagogInnen und StudentInnen der Sonder- und Heilpädagogik, aber auch an interessierte Angehörige.
Universitätsverlag Winter, Edition S. Heidelberg 2003

Bensch, C. & Klicpera, C. (2008).
Dialogische Entwicklungsplanung
Ein Modell für die Arbeit mit Menschen mit geistiger Behinderung.

In: S. Nußbeck, A. Biermann & H. Adam (Hrsg.), Handbuch Sonderpädagogik – Band 4.
Hogrefe-Verlag

Fachartikel 2000-2009

Bensch, C. & Klicpera, C. (2001).
Förderung und Entwicklungsplanung in Wohneinrichtungen für Menschen mit geistiger Behinderung.
In: Geistige Behinderung 3/01

Bensch, C. & Klicpera, C. (2001).
Dialogische Entwicklungsplanung – ein Modell zur Betreuungsplanung bei maximaler Einbeziehung der Menschen mit geistiger Behinderung.

In: Behinderte in Familie, Schule und Gesellschaft

Bensch, C. & Klicpera, C. (2001).
So früh wie nötig, so spät wie möglich? Die Ablösung älterer Menschen mit geistiger Behinderung von ihrem Elternhaus und der Einzug in eine bereute Wohneinrichtung.
In: Heilpädagogik 5/01

Bensch, C. & Klicpera, C. (2002).
Betreuer in Wohneinrichtungen für Menschen mit geistiger Behinderung – ihre Aufgaben, Rollenbilder und Betreuungsstile.
Die 1997 durchgeführte Studie in Wohneinrichtungen für Menschen mit geistiger Behinderung in Wien und Umgebung beschreibt die verschiedenen Aufgaben und Verantwortungen der Betreuer in ihrem Arbeitsalltag. Sie zeigt auf, wie neue Konzepte, die die Selbstbestimmung von Menschen mit intellektueller Behinderung hervorheben, die Rollen, Leitlinien und Betreuungsstile der Mitarbeiter verändert haben: Besonders in den Wohngemeinschaften und in der ambulanten Betreuung sehen die Betreuer und Betreuerinnen sich in Rollen, die die Selbständigkeit der Menschen mit intellektueller Behinderung betonen und sie bevorzugen einen partnerschaftlichen Betreuungsstil. Zudem wurde deutlich, dass trotz der Verbesserung des Angebots an beruflicher Ausbildung für Betreuer in den letzten Jahren in Wien immer noch ein hoher Prozentsatz der Mitarbeiter in Einrichtungen für Menschen mit intellektueller Behinderung keinerlei formelle berufliche Qualifikation hat.
In: Zeitschrift für Heilpädagogik 2/02

Fachartikel 1988-1999

Bensch, C. & Maas, M. (1988).
Lernbehinderung.
In: P. Innerhofer, G. Weber, Ch. Klicpera & S. Rotering-Steinberg (Hrsg.): Psychische Probleme und Auffälligkeiten im Schulalter.
Wien: WUV-Universitätsverlag

Bagl, M., Bensch, C., Hölzl, M. & Krötlinger, I. (1989).
Alkoholismus im Jugendalter.
In: P. Innerhofer, G. Steinhardt, C. Klicpera & G. Weber (Hrsg.): Psychische Probleme und Auffälligkeiten im Jugendalter.
Wien: WUV-Universitätsverlag

Bensch, C. & Klicpera, C. (1994).
Lebensqualität durch Förderung?!
In: Behinderte in Familie, Schule und Gesellschaft 2/94

Klicpera, C. & Bensch, C. (1995).
Qualitätssicherung durch Planung und Dokumentation: Chancen und Gefahren.
In: A. Evers, K. Leichsenring & Ch. Strümpel (Hrsg.), Klientenrechte - Sozialpolitische Steuerung der Qualität von Hilfe und Pflege im Alter (S. 133-139).
Schriftenreihe "Soziales Europa".

Klicpera, C., Bensch, C. & Gasteiger-Klicpera, B. (1995).
Perspektiven der Qualitätssicherung in sozialen Diensten.
In: M. Moritz, E. Neck-Schaukowitsch & M. Pelz (Hrsg.), 50 Jahre Wiener Sozialdienste – Beiträge zu Theorie und Praxis sozialer Dienste (S. 99- 105)

Bensch, C. & Klicpera, C. (1999).
Dokumentation und schriftliche Planung in Wohneinrichtungen.
Ergebnisse einer Befragung von Einrichtungen in Wien und Umgebung.

In: Geistige Behinderung 2/99